Lange haben wir nachgedacht, ob wir zu der immer wieder aufkeimenden Frage, warum das Street Food Festival denn Eintritt koste, etwas sagen sollen.

Letztendlich wünschen wir uns aber, dass unsere Besucher zufrieden sind und sich nicht den ganzen Tag über 2 bis 3€ Eintritt ärgern müssen und möchten deshalb etwas Transparenz schaffen, wie dieser Preis zustande kommt.

Das Street Food Festival hat sich vor allem der Variation verschrieben. Wir möchten vielen verschiedenen Ständen mit internationalem und überregionalem Background die Möglichkeit geben, euch mit ihren Spezialitäten zu verköstigen.

Für die Standbetreiber bedeutet das viel Aufwand und finanzielle Belastung. Dass wir ihnen mit horrenden Standgebühren nicht zusätzliche Last aufbrummen, ist Ehrensache. Nicht zu vergessen ist dabei, dass nicht jeder Stand eine große Gewinnspanne hat. Viele Anbieter fangen als kleine Start-Ups. Außerdem sind manche Speisen recht exotisch und werden daher vielleicht nicht so häufig gekauft.

Auch diesen kreativen Köpfen wollen wir eine Bühne bieten und die Möglichkeit ihrer Passion nachzugehen, weshalb wir unsere Standgebühren grundsätzlich eher niedrig ansiedeln und einen Teil auf das Eintrittsgeld umlegen müssen, um weitere Kosten zu decken.

Unsere Locations wählen wir sorgfältig aus. Wer in der Eventbranche zu tun hat, weiss, was es bedeutet, eine geeignete Location zu finden, die (kostenpflichtige) Genehmigung zu bekommen und schließlich Besucher zu empfangen. Der organisatorische und administrative Aufwand beginnt schon weit vor dem Festival-Wochenende und stellt daher einen weiteren Kostenpunkt dar.

Wir wünschen uns Veranstaltungsorte, die zum Genießen einladen, die fröhlich sind und den urbanen Flair des Street Food Trends unterstreichen. Um diese Locations für uns zu gewinnen, müssen wir Kompromisse eingehen. Der Getränkeverkauf bleibt beispielsweise in den meisten Fällen beim Veranstaltungsort, eine ziemliche Einbuße für uns, die wir wiederum auf das Eintrittsgeld umsiedeln müssen.

Seid ihr mal einen Tag auf dem Street Food Festival unterwegs, werden sie euch auffallen, die Mädels und Jungs mit den orangenen Walkie-Talkies, die ordnen, reinigen, schleppen, erklären, sich nass regnen lassen und sich sonnen. Wir beschäftigen um die 20 Personen am Tag, die dafür sorgen, dass das Festival gelingt. Dafür bezahlen wir selbstverständlich fair, denn nichts ist uns so wichtig, wie dass das Festival reibungslos abläuft und alle Standbetreiber und Besucher abends zufrieden nach Hause gehen.

Dazu gehört auch die technische Realisation, die in unseren Händen liegt. Die Trucks und Stände müssen mit Strom versorgt werden. Wir reisen mit einer ganzen Menge Kabel umher und die sind sogar noch die kleinsten Gepäckstücke.

Um die Kosten für Personal, Technik, Genehmigungen, Sicherheit und Hygiene abzudecken, ohne diese den Ständen aufzubürden, ist dieser kleine Eintrittspreis für uns leider unumgänglich.

Wir möchten, dass das Festival auch den Charakter des kleinen, feinen Standes schätzt und ein Ort bleibt, wo alle ihre Chance haben. Mainstream ist das Letzte, was hier Unterstützung finden soll.

Wir möchten nicht den großen Reibach machen, aber wir können auch nicht dauerhaft draufzahlen, wie wir es bei dem Festival, wo kein Eintrittspreis erhoben wurde, taten.

Wir möchten Spaß daran haben, das Fest mit euch zu genießen, eure Begeisterung sehen für das, was wir bieten und wir hoffen, wir konnten so einen Schritt auf euch zu machen und etwas beleuchten, warum dieser Eintrittspreis notwendig ist.

Wem der Eintritt in Kombination mit den darauffolgenden Essenpreisen zu hoch ist, für den haben wir eine Idee, die in Mainz bereits getestet wurde.

Auf freiwilliger Basis stehen nun an fast allen Ständen kleine Klingeln auf dem Tresen. Seid ihr bereit, euer Essen mit jemanden zu teilen, teilt ihr auch den Preis, so habt ihr die Möglichkeit an dieser Stelle etwas zu sparen und vielleicht ein wenig mehr zu probieren? Einfach die Glocke läuten und hoffen, dass sich in der Schlange hinter euch jemand findet, der auch teilen möchte.

Traut euch und probiert es aus!

(Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Huckleberry Fling )

(Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Huckleberry Fling )

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